Konzepte und Ideen für mehr Adhärenz

Mein Ansatz zur Verbesserung der Adhärenz ist die Betrachtung von Non-Adhärenz als Entscheidung des Patienten, die durch subjektive Wahrnehmungen, Emotionen und Vorurteile beeinflusst wird. Man bezeichnet diese Artefakte als kognitive Verzerrungen. Mehr darüber erfahren Sie im Exposé meines Buches „Adhärenz als Patientenentscheidung“. 

Das Poster gibt einen Überblick über die wichtigsten Artefakte, die zu non-adhärenten Entscheidungen führen. Meine These ist je mehr Ärzte und die Verantwortlichen für die Entwicklung von Kampagnen und Informationsmaterialien über die Entscheidungsprinzipien und die damit verknüpften Urteilsfehler wissen, umso mehr können sie zur Adhärenz der Patienten beitragen. 

Adhärenz beginnt mit dem Stellen der richtigen Fragen

Ein Grund für mangelnde Adhärenz ist, dass Ärztinnen und Ärzte zu wenig Zeit für das Gespräch mit dem Patienten haben. Deshalb kommt es darauf an, den entscheidenden Punkt anzusprechen, der der Adhärenz des Patienten im Wege steht.

Dazu habe ich einen Fragebogen entwickelt, den der Patient während seiner Wartezeit ausfüllen kann.

Er erfüllt mehrere Zwecke. Zum einen dient er der Selbstreflextion des Patienten, zum anderen hat er einen edukativen Charakter: der Patient kann Informationen abrufen und seine Antworten mit denen anderer vergleichen.

Der Ärztin oder dem Arzt zeigt der Fragebogen, worauf sie / er das Gespräch mit dem Patienten fokussieren sollte. 

Den Fragebogen gibt es adaptiert für die unterschiedlichsten Indikationen. 

Den Fragebogen gibt es auch als Printversion. Sie können Ihn kostenlos per Mail anfordern. 

Vorträge, Trainings, E-Lerning-Module

Die Kenntnis des „wunden Punktes“ ist das eine, das andere ist, im Gespräch mit dem Patienten die richtige Taktik anzuwenden und die richtigen Worte zu finden.

Diese Kompetenzen stärken meine Kommunikations-Trainings für Ärztinnen und Ärzte. 

Alle Trainings biete ich auch online an. Ebenso steht das Wissen als E-Learning Modul zur Verfügung. 

„Adhärenz – Kommunikation für mehr Therapietreue bei Glaukompatienten“ ist z. B. ein Trainingskonzept, das ich für Ophtalmologen entwickelt habe. Wenn Sie mir eine eMail schicken, schicke ich Ihnen gerne einen Zugang zu dem Modul.

Meine Vorträge, Trainings und E-Learning Module wenden sich sowohl an Ärztinnen / Ärzte als auch an MFAs. 

Adhärenzspiegel der Arztpraxis

Der Adhärenzspiegel kann als Poster in der Arztpraxis hängen oder im Kleinformat vom Arzt im Therapiegespräch mit dem Patienten eingesetzt werden. Als Poster ist er ein Instrument, das Patienten, die kritisch gegenüber Arzneimitteln eingestellt sind, zeigen soll: Die Mehrheit der Patienten dieser Praxis hat eine positive Meinung zu Arzneimitteln. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Praxis  hält es vor Augen, dass sie nicht automatisch davon ausgehen sollten, dass sich Patienten adhärent verhalten.